Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat im Rahmen von „Gründerland Deutschland“ einen neuen Gründerwettbewerb ins Leben gerufen. Mit „IKT innovativ“ sollen vor allem Unternehmensgründungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien gefördert werden. Die Initiative will „eine neue Aufbruchstimmung auslösen und Unternehmergeist fördern“, so Brüderle. Der Gründerwettbewerb steht allen IKT-basierten innovativen Geschäftsideen offen. In jeder Wettbewerbsrunde sind bis zu sechs mit jeweils 30.000 Euro dotierte Hauptpreise als Startkapital für die eigene Unternehmensgründung und bis zu 15 weitere Preise von je 6.000 Euro zu gewinnen. Der Preis umfasst auch individuelles Coaching durch ein eigens eingerichtetes, überregionales Netzwerk von Experten. Noch bis zum 30. November können Bewerbungen für die erste Wettbewerbsrunde eingereicht werden.
Das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln feiert seinen fünfzigsten Geburtstag. Grund genug für Bundesinnenminister Thomas de Maizière, die Leistungen der Behörde zu würdigen: "Das Bundesverwaltungsamt hat sich in den letzten 50 Jahren zum leistungsstarken, breit aufgestellten zentralen Dienstleister des Bundes geformt. Auch wenn es in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist, nimmt das Bundesverwaltungsamt essentiell wichtige Aufgaben für die Bundesregierung wahr." Die Gründungsidee des Bundesverwaltungsamtes, andere Behörden von Tätigkeiten zu entlasten, die nicht zu ihren Kernaufgaben gehörten, ist auch heute noch aktuell. Als moderner Dienstleister des Bundes nimmt das BVA über 100 Aufgaben für fast alle Bundesministerien, das Bundeskanzleramt, sowie zahlreiche weitere Behörden wahr. "Der Service-Charakter der Verwaltung muss weiter gestärkt werden", sagte NRW-Innenminister Rolf Jäger. "Das Bundesverwaltungsamt hat sich mit seiner Struktur und seinem Aufgabenkanon auf die Herausforderungen unserer Zeit eingestellt und ist ein Musterbeispiel für moderne Verwaltung, auch für die Behörden in Nordrhein - Westfalen."
Experten und Interessierte aus Politik, Verwaltung, NGOs, Wissenschaft und Wirtschaft treffen sich Ende September zum Government 2.0 Camp 2010 in Berlin. Unter dem Motto „Lernen aus der Praxis: Neuland Web 2.0“ sollen deutsche und internationale Best Practice Projekte, Ideen und Tools für Kommunen, Länder und den Bund gezeigt und konkrete Anwendungsszenarien mit Politikern und Verwaltungsexperten diskutiert werden. Viele Verwaltungen betreten mit dem Einsatz von Web 2.0-Anwendungen absolutes Neuland. Nur einige Vorreiter haben bereits Erfahrungen mit Aktivitäten in sozialen Netzwerken, mit Weblogs oder Online-Bürgerhaushalten gesammelt. Der Einsatz sozialer Medien erfordert Übung und die richtige Strategie. Hier will das Government 2.0-Camp ansetzen und Raum für den Erfahrungsaustausch und Fragen aller Art zum Einsatz von Social Media in der Verwaltung bieten. Das Konferenzprogramm reicht von Open Data bis zu Partizipation 2.0.
Mit dem Beschluss über das Regierungsprogramm „Vernetzte und transparente Verwaltung“ hat die Bundesregierung eine übergreifende Strategie für den weiteren Modernisierungsprozess in der Bundesverwaltung vorgelegt. Durch strukturelle Reformen, neue Kooperationsformen und eine bessere horizontale und vertikale Zusammenarbeit soll die Effizienz und Effektivität der Verwaltung weiter steigen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière: „Die Bundesverwaltung muss in den kommenden Jahren große Einsparanstrengungen leisten. Zusätzlich fordern uns sinkende personelle Ressourcen heraus (…) Deshalb müssen wir die Modernisierung der Verwaltung unvermindert fortsetzen - mit dem Ziel effizienter und effektiver Strukturen und Verfahren.“ Zwanzig Vorhaben aus den Bereichen Personal, Organisation und Informations- und Kommunikationstechnologie verbinden Effizienz- und Qualitätsziele mit Mitarbeiter- und Gemeinwohlorientierung. Darüber hinaus sollen Verwaltungsaufgaben und ihre derzeitige Erfüllung kritisch überprüft werden.
Die Unterlage für Ausschreibung und Bewertung von IT-Leistungen (UfAB) ist in einer Neufassung (UfAB V, Version 2.0) erschienen. Die Modifikationen betreffen insbesondere die neue Strukturierung der VOL/A, die Losbildung, Rahmenvereinbarungen, Anforderungen an die Eignung sowie Nachweise der Eignung, Dokumentationspflichten, Veröffentlichungspflichten, die Neustrukturierung der Vergabeunterlagen sowie den Direktkauf. Außerdem wurde ein neues Modul für die Beschaffung von Open Source Software aufgenommen und das Modul zur Vergabe von Beratungsleistungen angepasst. Die UfAB unterstützt die öffentlichen Einkäufer bei der IT-Beschaffung. Ob Software, Hardware oder sonstige Leistungen – Angebote im IT-Bereich können mit Hilfe dieser Unterlage objektiv, transparent und nachvollziehbar beurteilt werden.