Smart Country Convention 2021

VITAKO-Vorstand William Schmitt sprach auf der SCCON 2021 über ebenenübergreifendes Arbeiten, öffentlichen Leistungsaustausch und die Notwendigkeit, über das Onlinezugangsgesetz hinaus zu denken.

28. Oktober 2021
15.15 bis 15.15 Uhr

Beschreibung

​Die Aktivitäten im Zuge des OZG haben einen ebenen- und branchenübergreifenden Austausch in der öffentlichen IT hervorgebracht – gerade die zahlreichen Digitallabore hätten verschiedenste Akteure erstmals gemeinsam an einen Tisch gebracht, erklärte VITAKO-Vorstand William Schmitt auf der diesjährigen Smart Country Convention (#SCCON 2021).

Die Herausforderung liegt laut Schmitt nun darin, die Leistungen in der Masse bis zur Entwicklungsstufe 4 und dann bundesweit in die Fläche zu bringen. „Der Rollout muss über mehr als 11.000 Kommunen erfolgen, dafür braucht es entsprechende Modelle und Rahmenbedingungen“, so Schmitt. „Wie kommen wir zu anwendbaren Standards und einheitlichen Schnittstellen, um die neuen Verfahren mit unseren Backend-Strukturen zu verbinden?“ Auch seien im Grunde noch sämtliche Fragen offen zum Betrieb, zur Finanzierung und Wartung der OZG-Leistungen nach Ende 2022.

Notwendig sei nun eine „gemeinsame Entität mit Power“, die die drei deutschen Verwaltungseben im operativen Sinne zusammenbringe. „Die govdigital eG kann diese Aufgaben bündeln und einen Leistungsaustausch zwischen öffentlichen Akteuren organisieren“, sagte Schmitt, der Vorstandsvorsitzender des kommunalen IT-Dienstleisters in Baden-Württemberg, Komm.ONE AöR, ist.

Um zu effektiven Standardisierungen zu kommen, plädierte er zudem dafür, die Föderale IT-Kooperation (FITKO) von Bund und Ländern zu stärken. Für eine nachhaltige Digitalisierung müssten Verwaltungsprozesse über den Online-Zugang insgesamt stärker in den Fokus rücken. Nur so könne das OZG zu einem Verwaltungszukunftsgesetz weiterentwickelt werden. „Ein bisher schlechter Verwaltungsprozess wird auch digital nicht automatisch besser.“

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