Pressemitteilungen

Die Presseinformationen der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister informieren über die verbandspolitischen Ziele und Aktivitäten, über Vitako-Publikationen wie Positionspapiere und Leitfäden und über Veranstaltungen, an denen Vitako teilnimmt. Verschickt werden unsere Presseinformationen an die Fachpresse, an Ministerien und die Kommunalen Spitzenverbände. Nachzulesen sind sie an dieser Stelle für alle.

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11.12.2017

Blockchain Live

Fachtagung zeigt sechs Anwendungsszenarien

Das Trendthema Blockchain ist im Public Sector angekommen. Auf der Fachtagung „Blockchain Live“ am 5. Dezember 2017 am Fraunhofer FOKUS-Institut in Berlin sind sechs konkrete Einsatzszenarien für Blockchain-Anwendungen im kommunalen Bereich vorstellt worden. Neben allen Buzzwords, die sich mit dem Begriff Blockchain verbinden, liegen inzwischen brauchbare Arbeitsergebnisse vor, die den „potenziellen Nutzen von Blockchain in überschaubaren Projekten prüfen“, sagte Vitako-Geschäftsführer Ralf Resch zu Beginn der Tagung. Die von über 100 Teilnehmern besuchte Veranstaltung wurde von Fraunhofer FOKUS und Vitako ausgerichtet. „Vorübergehender Hype oder Gamechanger? Die Blockchain wird kontrovers diskutiert. Es wird Zeit die Debatte zu objektivieren.“, so Matthias Flügge, Leiter Public Services bei Fraunhofer FOKUS.

Können Finanzwelt, Wirtschaft, Logistik und auch die Verwaltung von dieser Technologie grundlegend verändert werden, wenn Transaktionen manipulationssicher ohne sogenannte Intermediäre stattfinden? Sind Banken, Notare oder auch die Verwaltung von Registern überflüssig, da alle Einträge und Änderungen automatisiert mitprotokolliert und stets nachvollzogen werden können? Die Blockchain als ein „sicheres Logbuch für Transaktionen“ bietet sich geradezu an für die Lösung gegenwärtiger Herausforderungen in der öffentlichen IT wie etwa elektronische Identifizierung, Bürgerservicekonten, Portalverbund und dezentrale Registerführung. Sollte nun vorhandene Informationstechnik zwingend auf Blockchain umgestellt werden?

„Blockchain ist eine Technologie, um Verwaltungsprozesse zu verbessern“, stellte Dieter Rehfeld, Geschäftsführer des Vitako-Mitglieds regio iT, fest. „Die Blockchain verbindet bekannte Lösungen wie Peer-to-peer und Kryptographie auf intelligente Weise.“ Rehfeld zeigte dies am Beispiel des Einsatzes der Blockchain für die Führerscheinverifikation auf. Die Reservierung eines Mietwagens ist heutzutage ein vollständig digitaler Prozess bis auf den Nachweis eines gültigen Führerscheins – der muss bei der Autovermietung persönlich vorgelegt werden. Mit der entwickelten Blockchain-Lösung aus dem Vitako-Blockchain-Lab wird eine Registerauskunft bei der Führerscheinstelle automatisch in die Wege geleitet. Der Vorteil: Ohne die komplette Datenbank in eine Blockchain auszulagern, kann man auf diese Weise automatisiertes Registermanagement betreiben. Man gewinnt „zentrale Verfügbarkeit bei dezentralem Nutzen“, so Dieter Rehfeld.

Andere Praxisbeispiele unterstreichen ebenfalls den möglichen Nutzen von Blockchain für die Verwaltung. Beim Beratungsunternehmen Capgemini ist ein neuer Bürgertresor entwickelt worden, der per Blockchain notwendige Dokumente mit einem automatischen Zeitstempel versieht und revisionssicher archiviert. So lassen sich etwa Bafög-Anträge bearbeiten, und auch die für die Weitergabe und –verarbeitung von Dokumenten notwendigen Einwilligungen können darin organisiert werden. IBM hat eine Lösung für die digitale Zollabwicklung basierend auf Blockchain-Technologie entwickelt, die in Singapur bereits im Einsatz ist. Dabei werden die Logistik-Stationen von Waren in der Blockchain protokolliert und können per Zeitstempel lückenlos nachvollzogen werden. Vielversprechend beispielsweise für Infrastruktur-Versorger erscheint eine Lösung von Materna, die ein Management von Leitungs- und Wegerechten qua Blockchain organisiert. Für den Bau einer Versorgungstrasse können damit automatisch alle notwendigen Rechte für die betroffenen Flurstücke beantragt und bearbeitet werden. Zusätzlicher Nutzen: für Bürger ist der Planungs- und Bearbeitungsstatus jederzeit einsehbar.

Manipulationssicherheit und Transparenz zählen ohnehin zu den großen Vorteilen von Blockchain, sodass sich diese Technologie als „Grundlage zur Umsetzung von Datensouveränität für digitale Identitäten“ besonders eignet, wie Fabian Kirstein von Fraunhofer FOKUS ausführte. Peter Parycek, Leiter des Kompetenzzentrums ÖFIT bei FOKUS, wies darauf hin, dass die Bedeutung digitaler Identitäten weiter zunehmen werde. Insofern würde Blockchain an Bedeutung gewinnen, weil sie als Bestätigungsinstanz für digitale Identitäten fungieren könne. Dolfi Müller, Bürgermeister der Schweizer Gemeinde Zug, wo der Bitcoin als legitimes Zahlungsmittel eingeführt worden ist, rief zu einem von Neugier geprägtem Umgang mit Blockchain auf. Und dies könnte auch als Fazit der Veranstaltung dienen: Die Praxisbeispiele haben gezeigt, dass es sich lohnt, in Pilotprojekte zu investieren, um schnelle Arbeitsergebnisse zu erhalten und das E-Government insgesamt nach vorne zu bringen.

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